Zwillinge

„Es sind Zwillinge“ – eine Aussage, bei der die meisten Frauen erst mal einen Schock bekommen, denn eines ist jetzt absolut klar: die Schwangerschaft wird anstrengend und danach geht der Stress erst so richtig los.



Zwei Babys, die die gleiche Aufmerksamkeit der Eltern verlangen. Die meisten Eltern von Zwillinge sind sich jedoch einige Zeit nach der Geburt sicher: die zwei sind unser Glück im Doppelpack.

Die Häufigkeit von Zwillingen berechnet sich nach der Hellin-Regel, wonach auf jede 85. Geburt eine Zwillingsgeburt kommt. Die Wahrscheinlichkeit ist größer, wenn in der Familie bereits Zwillings- oder Mehrlingsgeburten aufgetreten sind.
Unterschieden werden eineiige und zweieiige Zwillinge. Eineiige Zwillinge entstehen aus einer befruchteten Einzelle, die sich in einem frühen Entwicklungsstadium in zwei getrennte Keimanlagen teilt. Bei zweieiigen Zwillingen werden zwei Eizellen befruchtet, die entweder aus einem oder beiden Eierstöcken stammen. Jedes Kind hat hierbei eine eigene Plazenta und Fruchthöhle.

Grundsätzlich wird eine Zwillingsschwangerschaft immer als Risikoschwangerschaft eingestuft, denn sie stellt eine hohe Belastung für den weiblichen Organismus dar. Um Mangelversorgungen der Kinder schneller erkennen zu können, wird die Schwangerschaft wesentlich engmaschiger überwacht.

Ebenso wird die Geburt als eine Risikogeburt eingestuft, denn teilweise kommen die Zwillingskinder drei bis vier Wochen zu früh, da die Gebärmutter zu diesem Zeitpunkt ihre maximale Größe erreicht hat. Viele Geburtshelfer raten zu einer Beendigung der Schwangerschaft, wenn die Kinder bis zur 38. Woche nicht geboren wurden. So kann eine Überbelastung der Plazenta vermieden werden.

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, die Zwillinge vaginale zu entbinden. Vorausgesetzt die Kinder wiegen mindestens 2000 Gramm und der erste Zwilling liegt mit dem Kopf nach unten. Allerdings ist das zweite Baby, dass 15 bis 20 Minuten nach dem ersten kommt, aufgrund der Gebärmutterverkleinerung und der Gefahr einer vorzeitigen Plazentaablösung gefährdet. Daher wird hierbei meist eine Saugglocke eingesetzt. Die Entbindung des zweiten Kindes mit einem Kaiserschnitt ist eher selten der Fall.

Allerdings raten die meisten Ärzte bei einer Zwillingsschwangerschaft von vornherein zu einem Kaiserschnitt. Besonders dann, wenn die Kinder sehr klein sind oder einen Gewichtsunterschied von mehr als 500 Gramm haben. Selbstverständlich wird auch ein Kaiserschnitt bei einer Beckenend- der Querlage gemacht.

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