Im letzten Monat schwanger

Nun stellt sich nur noch eine Frage – wann ist es endlich so weit? Am Ende des neunten Monats nimmt das Baby noch mal bis zu 600 Gramm zu und bereitet sich mit diesen Fettpölsterchen auf seinen „Umzug“ vor. Zudem schützen diese Pölsterchen vor dem Temperaturumschwung, denn von wohlig warmen 37 Grad kommt das Baby in eine zehn bis 15 Grad kältere Umgebung.



Das Baby ist im Grunde fertig entwickelt und lebensfähig und doch tut ihm jeder Tag im Mutterleib gut.

Jeden Tag übt das Baby für die Geburt, es trinkt Fruchtwasser, um Magen, Nieren und Blase in Gang zu bringen und probiert seine Saugfähigkeit beim Daumenlutschen. Auch das Atmen übt das Baby, was auf Ultraschallbilder genau zu sehen ist. Die Lungen sind nun soweit ausgereift, dass das Baby keine Schwierigkeiten beim Luftholen hätte, wenn es jetzt geboren würde.
Sogar den engen Platz, den das Baby jetzt nur noch hat, nutzt es als Vorbereitung für die Geburt. Die beengten Platzverhältnisse lassen das Baby optimal auf den starken Druck bei der Geburt einstellen.

Meist bekommen Frauen in den letzten Wochen vor der Geburt den ersten Vorgeschmack, was sie erwartet. Das Baby lässt sie kaum eine Nacht schlafen und ist der Mutter dies einmal gelungen, schreckt sie durch heftige Bewegungen des Kindes wieder auf. Oftmals drückt das Gewicht des Babys auch auf die Blase, sodass man besonders Nachts alle halbe Stunde auf die Toilette muss.

In den letzten Wochen treten auch schon Wehen ein, die sogenannten Senkwehen und die Vorwehen. Die Senkwehen treten mal drei Wochen vor der Geburt und mal erst einige Stunden davor ein. Sie drücken das Baby tiefer ins innere des Beckens der Mutter. Die Senkwehen treten in unregelmäßigen Abständen auf. Viele Frauen spüren dabei ein Ziehen im Kreuz. In jedem Fall senkt sich allmählich der Bauch.
Die Vorwehen sind nicht mehr ganz so leicht, denn jetzt verhärtet sich der Bauch immer wieder und immer öfter. Auch diese Wehen sind unregelmäßig, werden nicht stärker und sind meist nicht einmal schmerzhaft. Diese Wehen dienen allein der Gebärmutter, sich auf die Geburt vorzubereiten.

Erst wenn die Eröffnungswehen kommen und die Fruchtblase platzt, ist es Zeit für die Geburtsklinik.

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