8. Monat schwanger

So langsam wird das Ganze beschwerlich, denn in der Endrunde der Schwangerschaft legt das Baby nun noch mal so richtig an Größe und Gewicht zu. Die inneren Organe der Mutter werden nun stark zusammen gedrückt und das Zwerchfell wird immer weiter nach oben geschoben. Auch das Herz der Mutter ist nicht mehr an seinem ursprünglichen Platz, denn normalerweise ist die Gebärmutter nur so groß wie ein Ei und hat sich jetzt gewaltig gedehnt. Der Bauch ist immer und überall im Weg und das Herz sowie die Lungen erbringen Höchstleistungen.



Die Schwangere fühlt sich sehr schnell schlapp und plagt sich häufig mit Sodbrennen, Kurzatmigkeit, schweren Beinen, Rückenschmerzen, Verdauungsproblemen und schlaflosen Nächten. All diese Beschwerden sind nichts Ernsthaftes, aber so langsam könnte mal Schluss sein – so der Gedanke vieler Frauen.

Auch das Baby wird so denken, denn mit herumkugeln und toben ist es vorbei. Es kann gerade noch die Beinchen und Arme bewegen und wenn es versucht dich zu drehen, verschlägt es der Mutter oft den Atem.

Die Augen hat das Baby nun nur noch beim Schlafen geschlossen und reagiert auf Licht, wenn z.B. eine Lampe auf den Bauch scheint. Neugierig beschäftigt es sich mit dem Leben außerhalb der dunklen Höhle. Manchmal ist die Mutter sehr beunruhigt, wenn sich das Baby nicht mehr bewegt. Allerdings muss man wissen, dass es jetzt viel schläft und sich auf die Geburt vorbereitet.

Um zu testen, ob es dem Baby gut geht, kann sich die werdende Mutter einfach ein paar Minuten auf den Rücken legen, dem Baby wird es dann ungemütlich, da die Schaukelbewegungen fehlen. Es macht sich garantiert bemerkbar. Häufig reicht es auch, wenn das Baby die weichen Klänge der Spieluhr hört. So gelingt es, dem Baby über diesen intensiven Gefühlskontakt ein spürbares Signal zu entlocken.

Am Ende des achten Monats wiegt das Baby ungefähr 1800 Gramm und ist einem zufriedenen Neugeborenen schon sehr ähnlich.

Es bereitet sich mehr und mehr auf die Geburt vor, indem es sich in eine Lage einrichtet, die es gewöhnlich bis zum Ende der Schwangerschaft beibehält. In den meisten Fällen rutscht es nun mit dem Kopf nach unten in die richtige Startposition. Jedoch machen manche Babys bei diesem Idealprogramm nicht mit und legen sich quer oder mit dem Po nach unten in die Gebärmutter.

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