.Ein Kind entsteht

Die Entstehung eines Kindes ist eine Sensation, die ganz im Verborgenen statt findet. In zahlreicher Anzahl machen sich gesunde und gut bewegliche Samenzellen auf den Weg in Richtung Ei. Die Strecke von der Scheide bis zum Eileiter ist gute 17 Zentimeter lang. Letztendlich gelingt es jedoch nur einem einzigen Samenfaden diese Strecke als Schnellster zurück zu legen, um am Ziel mit dem reifen Ei zu verschmelzen.



Ist ihm dies gelungen ist der Weg für weitere Samenfäden versperrt. Bei der Verschmelzung mischen sich auch die Erbanlagen, so ist ein Kind von Anfang an ein Individuum. Jedoch entscheidet sich in diesem Stadium nicht nur welche Augenfarbe das Kind bekommt und wie begabt es ist, sondern auch ob es ein Mädchen oder ein Junge wird.

Das Ei teilt sich nach der Befruchtung in einzelne Zellen, die sich wiederum teilen und das auch auf dem Weg in die Gebärmutter. Allmählich nimmt das Zellgebilde die Form einer winzigen Zellkugel an. Das Ei benötigt ungefähr vier Tage, bis es in der Gebärmutter angekommen ist. Die Zellkugel nistet sich in der Gebärmutter ein und bildet ein Geflecht zarter Wurzeln, die tief in das Gewebe einwachsen. Mit diesem Andocken beginnt die tiefe Bindung zwischen Mutter und Kind, denn sie werden von nun an nicht nur Sauerstoff und Nahrung teilen, sondern auch Krankheiten und das Wohlbefinden, Heiterkeit, Trauer, Stress und Lebensfreude.

Aus dem inneren Teil der Zellkugel entstehen die Anlagen des Babys und aus den äußeren Zellen bildet sich die Plazenta. Die Plazenta ist zunächst nur wenige Millimeter groß und doch überschüttet sie den Organismus der Frau sofort mit vielen Hormonen. Sie stellen die Frau auf ihre große Aufgabe ein.

Normalerweise würde nun die nächste Monatsblutung einsetzten, jedoch stehen alle Zeichen auf „schwanger“. Die meisten Anzeichen bemerkt Frau jedoch erst rückblickend: bleiernde Müdigkeit, morgendliche Übelkeit, ständiges Hungergefühl. Die erste aufregende Entwicklung des Babys bekommen die wenigsten Eltern mit.

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