PDA – Periduralanästhesie

Heutzutage erfolgen viele Geburten, vaginale wie auch Kaiserschnitte, in einer Periduralanästhesie, besser unter PDA bekannt. Die Bezeichnung PDA steht für Periduralanästhesie. Hierbei erlebt die werdende Mutter die Geburt bewusst mit, allerdings hat sie dabei überhaupt keine Schmerzen.



Bei der PDA werden die schmerzleitenden Nervenfasern betäubt, was zu einer völligen Entspannung der Mutter führt. Dies wiederum kann den Geburtsablauf günstig beeinflussen, was dem Kind nützt.
Bei der PDA wird in den Raum vor der harten Rückenmarkshaut im Bereich der Lendenwirbelsäule das Periduralanästhetikum eingespritzt. Im Allgemeinen ist die Einspritzung nicht schmerzhaft, da die Einstichstelle örtlich betäubt wird. Damit die Anästhesie optimaler gesteuert werden kann, wird bei der PDA in der Regel ein dünner Schlauch durch die Hohlnadel in den Periduralraum gelegt. Über diesen sog. Katheter können nach der Entfernung der Nadel wiederholt Betäubungsmittel gegeben werden.

Bis die Wirkung einer PDA eintritt, vergehen ungefähr 15 Minuten. Der Unterleib und die Beine werden dabei warm und gefühllos und man kann die Beine nicht oder nur sehr eingeschränkt bewegen.
Wird die PDA bei einer vaginalen Geburt als Schmerzlinderung eingesetzt, kann sich allerdings auch die Wehentätigkeit vermindern. In diesem Fall wird eine Infusion von Wehenmittel erforderlich.

Die PDA gibt es seit nunmehr über zehn Jahre und 30 Prozent aller werdenden Mütter schalten den Wehenschmerz weitgehend aus. Besonders Frauen, denen ein Kaiserschnitt bevorsteht, freuen sich über diese Alternative zur Vollnarkose, denn so können sie die Geburt ihres Kindes „live“ miterleben und sind nicht die letzten, die ihr neugeborenes Baby sehen.
Bei einer Kreissaalbesichtigung sollte man unbedingt nach den Möglichkeiten und Erfahrungen mit der PDA fragen.

Hat ein Krankenhaus, in dem die Frau ihr Baby zu Welt bringen möchte, mehr als 500 Geburten pro Jahr, kann man davon ausgehen, dass der Anästhesist/die Anästhesistin (Narkosearzt/Narkoseärztin) ausreichend Erfahrungen mit der PDA (Periduralanästhesie) hat. Des weiteren sollte man klären, ob jederzeit ein Anästhesist im Krankenhaus anwesend ist. Es darf zwar auch ein Gynäkologe eine PDA setzen, u.U. hat er aber wesentlich weniger Erfahrungen.

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