Die Geburt – das Glück kommt

Oftmals merkt die Schwangere wenige Tage vor dem errechneten Geburtstermin ein leichtes Ziehen im Rücken. Wenn dann auch noch der Schleimpropf abgeht, der über die Monate hinweg den Muttermund fest verschlossen hat, dann ist es sicher: das Baby will kommen.



Wann sollte man dann bei Wehentätigkeit in die Klinik? Kommen die Wehen dann im ca. Acht-Minuten-Takt, wird es Zeit in die Klink zu fahren. Noch überwiegt meist die Freude, aber auch die Gewissheit, dass bald die Momente kommen, in denen man sich wünscht, alles rückgängig machen zu können. Wehen können einen wie eine Riesenwelle überrollen.

Frauen in einer solchen Situation brauchen einen Menschen an ihrer Seite, die vor allem Ruhe ausstrahlen und ihnen Mut machen. Im Idealfall ist dies der werdende Vater, aber auch Hebammen oder die Freundin sind eine große Stütze.
Wehen kommen und gehen und manchmal sind sie unerwartet lang und schmerzhaft.
Hilfreich ist es, wen man hierbei einen Menschen an seiner Seite hat, der einem liebevoll den Rücken massiert. Auch Hilfsmittel wie ein Pezzi-Ball oder ein Wehenseil werden gerne eingesetzt. In dieser Zeit gilt: je geborgener man sich fühlt, desto einfacher sind die Schmerzen zu ertragen. Ebenso ist es hilfreich, sich irgendwo festzuhalten oder sich einfach hängen zu lassen. So gibt es in vielen Kreissälen Sprossenwände oder auch Gebärhocker.

Eine ideale Position für die Geburt ist der Vierfüßlerstand, da so die Gebärmutter optimal durchblutet und das Baby hervorragend mit Sauerstoff versorgt wird. In den Wehenpausen sollte die werdende Mutter den Rücken rund machen, das entspannt und gibt neue Kraft.

Wohltuend ist auch ein warmes Bad, denn viele Frauen fühlen sich im Wasser geborgen und genießen den Auftrieb.
Wenn die Schmerzen gar nicht mehr auszuhalten sind, können Medikamente durchaus sinnvoll sein. Die modernste Methode ist die PDA. Dies ist eine Spritze, die zwischen zwei Lendenwirbeln die Leitfähigkeit der Nerven blockiert. So spürt man ab dem unteren Rippenbogen keine Schmerzen mehr. Die PDA ist für das Baby völlig unschädlich, allerdings kann die Mutter dann in der Austreibungsphase nicht mehr richtig mitpressen.

Mit jeder Wehe öffnet sich der Muttermund ein Stückchen weiter und irgendwann setzten die Presswehen ein. Manchmal geht es jetzt überraschend schnell und schon ist der Kopf des Babys da. Der schwierigste Teil ist geschafft, denn der Rest des Körpers gleitet ohne große Anstrengungen hindurch. Nun folgen meist Tränen des Glücks, Küsse und freudige Umarmungen und die frisch gebackenen Eltern halten gut sechs Pfund Glück in den Armen.

Nützliche Links:

Checkliste für den Klinikaufenthalt