Die ambulante Geburt ist ein guter Kompromiss zwischen einer Hausgeburt und einer Klink-Entbindung. Nicht nur, weil man gleich wieder in seine gewohnte Umgebung zurück kommt, sondern auch aus medizinischer Sicht. Hierbei bekommt man sein Kind wie bei einer Klinikgeburt im Kreissaal, kann allerdings die Klinik noch am Tag der Geburt, meist nach vier Stunden, wieder verlassen. Voraussetzung ist jedoch, dass alles normal verläuft und die Versorgung zu Hause durch eine Hebamme gesichert ist.
Allerdings ist für eine ambulante Entbindung eine gute Vorbereitung unabdingbar. So muss man sich frühzeitig um eine Hebamme kümmern, die einen gleich nach der Geburt zu Hause betreut. Zudem muss die zweite Vorsorgeuntersuchung des Babys durchgeführt werden, wozu ein Kinderarzt nach Hause kommt. Hierum muss man sich allerdings im Vorfeld selbst kümmern. Auch der Partner und die Familie sollte mit eingespannt werden, damit ein reibungsloser Ablauf der Hausarbeit gewährleistet ist. Denn ob in der Klink oder zu Hause – Mutter und Kind brauchen in den ersten Tagen viel Ruhe. Bei der ausgewählten Geburtsklinik sollte man sich dann ausgiebig über die Möglichkeiten der ambulanten Geburt informieren.
Damit die ambulante Geburt auch wirklich problemlos verläuft, sollte man alle Untersuchungstermine beim Gynäkologen wahrnehmen. In vielen Fällen kann durch den Ultraschall erkannt werden, ob es dem Baby gut geht. Besonders wichtig sind die Untersuchungen kurz vor dem errechneten Geburtstermin. So können plötzlich auftretende Probleme frühzeitig entdeckt werden.
Vorteilhaft ist die ambulante Geburt aufgrund der kurzen Verweildauer im Krankenhaus. Und doch kann man sich sicher sein, dass dem Baby und der Mutter alle medizinischen Maßnahmen für den Notfall zur Verfügung stehen.
Nicht empfohlen wird die ambulante Geburt bei Erstgebärenden. Sie sind oftmals recht unsicher im Umgang mit dem Baby und es kann sehr hilfreich sein, dass sie ihr Baby auch mal von den Kinderkrankenschwestern betreuen lassen können, wenn sie etwas Ruhe benötigen.
Letztendlich muss dies aber jeder für sich selbst entscheiden, denn schließlich ist das Krankenhaus kein Gefängnis und man kann gehen, wann man will, sofern es Mutter und Kind gut geht.
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